Hospitieren im Beruf
Bei einer Hospitation begleiten Sie für kurze Zeit den Arbeitsalltag eines Betriebs: Sie schauen zu, statt mitzuarbeiten – und lernen so Beruf und Arbeitgeber kennen.
Was möchten Sie tun?
- Eine Hospitation anfragen
Wen Sie fragen, was hineingehört – mit Vorlage.
- Den Hospitationstag vorbereiten
Ablauf, gute Fragen, Checkliste zum Ausdrucken.
- Hospitation oder Probearbeit?
Auch Praktikum und Schnuppertag im Vergleich.
- Rechtliche Fragen klären
Bezahlung, Versicherung, Arbeitslosengeld.
- Eine Hospitation anbieten
Für Betriebe: fair und rechtlich sauber planen.
Die wichtigste Regel
Eine Hospitation bleibt eine Hospitation, solange Sie zuschauen und Fragen stellen. Sollen Sie mitarbeiten, kann daraus rechtlich etwas anderes werden – mit Folgen für Bezahlung und Versicherung.
Ob ein Arbeitsverhältnis vorliegt, richtet sich nach der tatsächlichen Durchführung – nicht danach, wie der Termin genannt wird. (§ 611a BGB (externe Seite))
Wann Menschen hospitieren
- Vor einer Bewerbung oder Zusage: Sie wollen sehen, ob Team und Arbeit zu Ihnen passen. Manche Betriebe laden nach dem Vorstellungsgespräch selbst dazu ein. (Karrierebibel (externe Seite))
- Bei der Berufsorientierung oder einem Quereinstieg: Sie möchten einen Beruf im Alltag erleben, bevor Sie sich festlegen. (Karrierebibel (externe Seite))
- Im eigenen Unternehmen: Sie begleiten Kolleginnen und Kollegen in einem anderen Bereich, oft „Job Shadowing“ genannt. (Factorial (externe Seite))
- Als arbeitsuchend gemeldete Person: Für diesen Fall gibt es mit der Maßnahme beim Arbeitgeber einen eigenen, genehmigungspflichtigen Weg. (Arbeitsagentur (externe Seite))